23/06/2023
Von den Lesern geliebt, von der Kritik belächelt: Zum 125. Geburtstag von Erich Maria Remarque
Am 22. Juni 1898 kam Erich Maria Remarque (eigentlich Erich Paul Remark) in Osnabrück auf die Welt.
Der Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" (1927), der von seinen eigenen Erfahrungen als 18-Jähriger im Ersten Weltkrieg inspiriert war, verschaffte ihm Weltberühmtheit und den Hass der Nationalsozialisten: Seine Bücher wurden verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Remarque sah sich dazu gezwungen, das nationalsozialistische Deutschland zu verlassen und seinen Wohnsitz in die Schweiz zu verlegen.
Seit 1991 vergibt Remarques Geburtsstadt Osnabrück alle zwei Jahre den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Ausgezeichnet werden belletristische, wissenschaftliche oder journalistische Werke, die sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzten. Die nächste Veranstaltung ist für den Sommer 2023 im Rahmen der Feierlichkeiten zu "350 Jahre Westfälischer Frieden" geplant. Der Preis geht diesmal an die russische Schriftstellerin Ljudmila Jewgenjewna Ulitzkaja, die seit März 2022 im Exil in Berlin lebt.
Für die Wissbegierigen unter euch: Das literarische Werk von Erich Maria Remarque wird der Neuen Sachlichkeit zugerechnet. Die Neue Sachlichkeit ist eine Richtung der Literatur der Weimarer Republik. Die Einführung in die Literatur der Neuen Sachlichkeit von Johannes G. Pankau beschreibt die Voraussetzungen und Bedingungen der Neuen Sachlichkeit als Endpunkt der literarischen Moderne.
Klicke auf den Link für eine ausführliche Buchbeschreibung: https://tinyurl.com/wbg-neuesachlichkeit