02/06/2026
Viele denken, Mouth Taping „heilt“ Mundatmung.
Dabei hält das Pflaster den Mund nur geschlossen — die eigentliche Ursache bleibt oft bestehen.
Warum?
Mundatmung entsteht häufig durch funktionelle und muskuläre Dysbalancen, zum Beispiel:
• Falsche Zungenruhelage
Bei chronischen Mundatmern liegt die Zunge oft am Mundboden statt am Gaumen.
Mouth Taping trainiert diese Muskelstruktur jedoch nicht aktiv um.
• Schwache oder fehlerhaft arbeitende Muskulatur
Bei sogenannten myofunktionellen Störungen stimmt die Muskelspannung im Gesichts- und Mundbereich nicht optimal.
Auch das verändert ein Pflaster allein nicht.
• Behinderte Nasenatmung
Wenn die Nase anatomisch oder funktionell eingeschränkt ist, wird Nasenatmung automatisch erschwert.
Dann ist Mundatmung oft eher ein Symptom als die Ursache.
Deshalb:
Es ist absolut sinnvoll, sich mit der eigenen Mundatmung auseinanderzusetzen.
Aber um die Ursache wirklich zu verbessern, braucht es — je nach Befund — häufig gezieltes Muskeltraining für Zunge, Lippen und Atmung.
Genau hier können myofunktionelle Therapien unterstützen.
Zum Beispiel mit speziellen Trainingsgeräten, die die Zungen- und Lippenfunktion aktiv fördern und die Nasenatmung langfristig unterstützen sollen.