12/10/2026
Wer schaut eigentlich auf das, was dazwischen passiert?
Der Trigeminus steht nicht isoliert für sich. In der trigeminospinalen Konvergenzzone treffen unter anderem Informationen aus dem Gesichtsbereich und dem oberen Nacken zusammen.
Und genau deshalb lohnt es sich für mich, bei Beschwerden nicht nur zu fragen:
Wo tut es weh?
Sondern auch: Wo könnte ein Zusammenhang liegen?
🦷 Mein kleiner Praxis-Check bei wiederkehrenden Beschwerden:
→ Gibt es Auffälligkeiten an Zähnen oder Kiefer?
→ Presst oder knirscht der Patient?
→ Gibt es Spannungen im Nacken- oder Schulterbereich?
→ Treten Kopfschmerzen, Kieferbeschwerden und Nackenprobleme gemeinsam auf?
→ Gibt es alte zahnmedizinische Eingriffe oder Bereiche, die auffällig sind?
→ Atmet der Patient durch den Mund? Schnarcht er?
Nicht jede Beschwerde kommt vom Zahn oder Kiefer. Aber wenn wir diese Region gar nicht mitdenken, fehlt möglicherweise ein Teil des Bildes.
Und genau dieses Dazwischen finde ich spannend.
In unserer Arbeit beziehen wir deshalb unter anderem die **Setpointtechnik** mit ein und schauen, welche Zusammenhänge sich beim einzelnen Menschen zeigen.
Denn Ganzheitlichkeit bedeutet für mich nicht, hinter jedem Symptom „den Zahn“ zu suchen.
Es bedeutet: den ganzen Menschen zu sehen, bevor ich mich auf ein einzelnes Symptom konzentriere.
📌 Speicher dir den Praxis-Check für deinen nächsten Patienten mit wiederkehrenden Kopf-, Kiefer- oder Nackenbeschwerden.
Und schick den Beitrag an eine Kollegin oder einen Kollegen, mit der oder dem du öfter über genau solche Zusammenhänge diskutierst.
Wer schaut bei euch in der Praxis auf das Dazwischen?