19/06/2026
Viele Menschen glauben, dass Mund und Darm zwei völlig getrennte Bereiche des Körpers sind.
Doch tatsächlich stehen beide in enger Verbindung zueinander.
In unserem Mund leben mehrere hundert verschiedene Bakterienarten. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Mundmikrobiom. Ähnlich verhält es sich im Darm: Auch dort entscheidet die Zusammensetzung der Mikroorganismen maßgeblich über Gesundheit oder Krankheit.
Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Veränderungen im Darmmikrobiom häufig auch mit Veränderungen im Mundmikrobiom einhergehen.
Deshalb betrachten wir in der biologischen Zahnmedizin den Mund niemals isoliert.
Wiederkehrende Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, vermehrte Karies oder chronische Entzündungen im Mundraum können Hinweise darauf sein, dass auch das innere Milieu des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Umgekehrt können Entzündungen im Mund den gesamten Organismus belasten und sich auf Darm, Immunsystem und Stoffwechsel auswirken.
Genau deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit einzelnen Zähnen, sondern mit dem Menschen als Ganzem.
Denn gesunde Zähne brauchen mehr als eine Zahnbürste.
Sie brauchen ein gesundes Mikrobiom.
Und ein gesundes Mikrobiom beginnt nicht nur im Mund – sondern auch im Darm.
Biologische Zahnmedizin bedeutet für uns deshalb, Zusammenhänge zu erkennen, statt nur Symptome zu behandeln.
Denn der Mund ist oft ein Spiegel dessen, was im Körper passiert.