Zahnarztpraxis Dr. Graf & Kollegen

Zahnarztpraxis Dr. Graf & Kollegen Praxis für
- biologische Zahnmedizin
- Umwelt-Zahnmedizin (Lehrpraxis)
- ganzheitlich-systemische Z komplementäre Diagnose- und Therapieverfahren an. V.)

An jedem Zahn hängt ein Mensch - unser wichtigster ganzheitlicher Aspekt! Die ganzheitliche Zahn-Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass ein Auslöser vieler chronischer Erkrankungen (z.B. Asthma, Allergien, rheumatische Beschwerden) im Mund liegen kann. Sie widmet sich den Wechselwirkungen zwischen Zähnen und anderen Körperorganen. Ein ganzheitlich orientierter Zahnarzt bezieht im Rahmen seiner Di

agnose und Therapie den gesamten Organismus ein und reduziert seinen Patienten nicht auf die Mundhöhle. Dazu bietet er seinen Patientinnen und Patienten zusätzlich zu den Möglichkeiten der Schulzahnmedizin sog. Dr. Johanna Graf ist Mitglied der International Society of Metal Free Implantology (ISMI), Vorsitzende des Arbeitskreises Zahnmedizin der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT e. und praktiziert als Zahnärztin mit den Tätigkeitsschwerpunkten Keramikimplantate, Störfelddiagnostik und digitale Keramik-Sofort-Restaurationen (Cerec) im Rahmen einer „biologischen Zahnmedizin“ die umwelt-zahnmedizinischen Prinzipien unter ästhetischen Gesichtspunkten. Sie ist Autorin des Fachbuches "Hotspot Zahn", Autorin mehrerer Fachartikel, Co-Autorin des Buches „Demenz – Prävention und Therapie“ und Referentin für Umwelt-Zahnmedizin, biologische Zahnmedizin und Keramikimplantate. Lehrbuchautorin, Referentin

Dr. Karlheinz Graf ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT), qualifiziertes Mitglied der Internationalen Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin (GZM), Lehrer für den Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (ZÄN) und Experte für das relativ neue Gebiet der Umwelt-Zahnmedizin.

Warum verwende ich als Zahnärztin seit 11 Jahren kein Titan mehr?Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt.Titan gilt se...
27/08/2026

Warum verwende ich als Zahnärztin seit 11 Jahren kein Titan mehr?
Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt.
Titan gilt seit vielen Jahren als Standard in der Implantologie. Dennoch habe ich mich bereits vor 11 Jahren bewusst für einen anderen Weg entschieden – und arbeite seitdem ausschließlich mit metallfreien Keramikimplantaten.
Warum?
Studien zeigen, dass es bei jedem Titanimplantat durch Mikrobewegungen und Korrosion zur Freisetzung von Titanpartikeln kommt. Diese Partikel werden von Makrophagen, also Zellen unseres Immunsystems, phagozytiert. Dabei werden entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) freigesetzt und eine lokale dauerhafte Immunreaktion ausgelöst.

Für mich stellt sich deshalb immer die Frage:
Warum sollte ich ein Metall dauerhaft in den Körper einsetzen, wenn heute eine metallfreie Alternative zur Verfügung steht?

Studien zeigen, dass Zirkonoxid eine ausgezeichnete Biokompatibilität besitzt. Das Weichgewebe lagert sich eng an die Keramikoberfläche an und bildet eine stabile periimplantäre Schleimhautbarriere, die zum Schutz des darunterliegenden Knochens vor bakterieller Infiltration beiträgt. Mit ein Grund warum ich seit vielen Jahren ausschließlich mit Keramikimplantaten arbeite.
Ein Implantat bleibt häufig Jahrzehnte im Körper.
Genau deshalb ist für mich nicht nur die Einheilung entscheidend – sondern vor allem das Material, das den Körper ein Leben lang begleitet.

Was haben diese drei gemeinsam?Alle drei belasten den Körper langfristig – auf unterschiedliche Weise, tagtäglich! 🦷 Ama...
10/08/2026

Was haben diese drei gemeinsam?
Alle drei belasten den Körper langfristig – auf unterschiedliche Weise, tagtäglich!

🦷 Amalgamfüllungen
Amalgam besteht zu etwa 50 % aus Quecksilber. Durch Kauen, Zähneknirschen sowie heiße Speisen und Getränke wird kontinuierlich Quecksilberdampf freigesetzt, der über die Atemwege aufgenommen wird. Quecksilber ist ein hochtoxisches Schwermetall und Neurotoxin. Deshalb wurde die Verwendung von Dentalamalgam in der EU 2025 verboten. In unserer Praxis verwenden wir Amalgam jedoch bereits seit Anfang der 1990er-Jahre nicht mehr und setzen konsequent auf biokompatiblere Alternativen. Bestehende Amalgamfüllungen entfernen wir ausschließlich unter umfangreichen Schutzmaßnahmen (Schutzatmosphäre), um die Belastung während der Entfernung so gering wie möglich zu halten.

🦷 Wurzelbehandelte Zähne
Selbst mit modernsten Verfahren lässt sich das hochverzweigte Kanalsystem eines Zahnes nicht vollständig reinigen. In den nicht erreichbaren Seitenkanälen sammeln sich Bakterien an und bilden chemische Stoffwechselprodukte, darunter schwefelhaltige Verbindungen - eine dauerhafte chronische Entzündungsreaktion entsteht. Jeder, auch symptomlose tote Zähne, sind daher eine Dauerbelastung für das Immunsystem.

🦷 Titanimplantate
Titan gilt in der klassischen Implantologie als gut erforschter Werkstoff. Dennoch zeigen Studien, dass durch Korrosion Titanpartikel freigesetzt werden. Diese führen zu einer dauerhaften Entzündungsreaktion. Aus diesem Grund arbeiten wir seit vielen Jahren ausschließlich mit metallfreien Keramikimplantaten.
Mein Ziel ist es nicht, Angst zu machen. Mein Ziel ist es, über Materialien aufzuklären, denn unser Körper ist leider tagtäglich verschiedenen Schadstoffen, wie Pestizide, Mikroplastik, Strahlung, Schwermetallen, etc. ausgesetzt.

Denn alles, was 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr im Mund verbleibt, sollte bewusst ausgewählt werden.

Ein Material, das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in deinem Körper verbleibt – würdest du dich heute noch bewusst da...
06/08/2026

Ein Material, das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in deinem Körper verbleibt – würdest du dich heute noch bewusst dafür entscheiden?

Diese Frage stelle ich meinen Patienten häufig. Denn in der biologischen Zahnmedizin betrachten wir nicht nur den Zahn selbst, sondern auch die Materialien, die oft über viele Jahrzehnte im Mund verbleiben.

Dazu gehören beispielsweise: • Amalgamfüllungen • Gold- und Metallkronen • Metallbrücken • Titanimplantate • konventionelle Kunststofffüllungen • Metallretainer • sowie die verwendeten Kleber.

Alle diese Materialien stehen dauerhaft mit Speichel, Schleimhaut und den umliegenden Geweben in Kontakt. Speichel wirkt dabei als Elektrolyt. Je nach Material können Metallionen oder Bestandteile von Kunststoffen freigesetzt werden. Deshalb spielt die Auswahl der Materialien aus meiner Sicht eine entscheidende Rolle.

Genau deshalb arbeite ich seit vielen Jahren konsequent biologisch: 🌿 metallfreie Keramikimplantate statt Titan 🌿 metallfreie Kronen und Brücken aus Vollkeramik 🌿 BPA-, Bis-GMA-, TEGDMA- und HEMA-freie Klebesysteme 🌿 biokompatible Füllungsmaterialien 🌿 möglichst körperverträgliche Materialien in allen Bereichen der Zahnmedizin.

Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch mit Metallen oder Kunststoffen automatisch Beschwerden entwickelt. Jeder Körper reagiert unterschiedlich. Aus meiner Sicht sollte jedoch jedes Material, das dauerhaft im Mund verbleibt, kritisch hinterfragt werden – insbesondere dann, wenn heute biokompatiblere Alternativen zur Verfügung stehen.

Biologische Zahnmedizin bedeutet für mich deshalb nicht nur, einen Zahn zu reparieren. Sie bedeutet, den Menschen als Ganzes zu betrachten und Materialien auszuwählen, die den Körper möglichst wenig belasten.

Denn manchmal entscheidet nicht nur die Behandlung über den langfristigen Erfolg – sondern auch das Material, das wir dafür verwenden.

Chlorella-Algen gehören seit vielen Jahren zu meiner täglichen Routine. 🌿Ich selbst nehme jeden Morgen eine Handvoll Chl...
03/08/2026

Chlorella-Algen gehören seit vielen Jahren zu meiner täglichen Routine. 🌿

Ich selbst nehme jeden Morgen eine Handvoll Chlorella-Tabletten mit zwei großen Gläsern Wasser.

Warum?

Chlorella ist eine Süßwasseralge mit einer besonderen Zellwand. Laborstudien zeigen, dass diese verschiedene Stoffe – unter anderem bestimmte Schwermetalle – binden kann. Deshalb wird Chlorella häufig im Zusammenhang mit der Ausleitung von Schwermetallen eingesetzt.
Außerdem enthalten Chlorella-Algen von Natur aus zahlreiche wertvolle Nährstoffe, darunter hochwertiges Eiweiß, Chlorophyll, Vitamin K, Folsäure, verschiedene B-Vitamine, Vitamin E, Beta-Carotin sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen, Zink, Kalium, Calcium und Phosphor.

Damit sind Chlorella-Algen nicht nur wegen ihrer möglichen Rolle in Ausleitungskonzepten interessant, sondern auch aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte.

Ganz wichtig: Bestehen bereits diffuse Beschwerden oder der Verdacht auf eine Schwermetallbelastung, empfehle ich Chlorella nicht ohne therapeutische Begleitung einzunehmen. Treten nach der Einnahme Unwohlsein oder andere Beschwerden auf, sollte die Einnahme zunächst beendet und die Ursache abgeklärt werden

In der biologischen Zahnmedizin begleiten wir Ausleitungsmaßnahmen immer individuell. Ziel ist es, die körpereigenen Ausscheidungswege – insbesondere Darm, Leber und Nieren – zu berücksichtigen und zu unterstützen.

Ebenso wichtig ist die Qualität der Chlorella. Algen können selbst Schwermetalle aus ihrer Umgebung anreichern. Deshalb sollte man ausschließlich Produkte wählen, die regelmäßig auf Schwermetalle und andere Verunreinigungen geprüft werden.

Mein Fazit: Chlorella kann ein interessanter Baustein in einem individuellen Konzept sein – ersetzt aber weder eine Diagnostik noch eine gezielte Therapie.

Viele Eltern erschrecken, wenn sie plötzlich schwarze Flecken auf den Milchzähnen ihres Kindes entdecken. Die Sorge ist ...
29/07/2026

Viele Eltern erschrecken, wenn sie plötzlich schwarze Flecken auf den Milchzähnen ihres Kindes entdecken. Die Sorge ist verständlich – doch in den meisten Fällen handelt es sich dabei um sogenannte Black Stains und nicht um Karies.

Black Stains sind oberflächliche dunkle Verfärbungen, die mit einer besonderen Zusammensetzung des oralen Mikrobioms in Verbindung gebracht werden. Interessanterweise zeigen Studien sogar, dass Kinder mit Black Stains im Durchschnitt seltener Karies bekommen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass bei diesen Kindern andere Bakterien den Zahnbelag dominieren. Vereinfacht gesagt: Es entsteht ein Mundmilieu, in dem sich die typischen Kariesbakterien schlechter vermehren können.

Die Beläge sind zwar optisch störend, gelten jedoch als harmlos und können im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden. Allerdings treten sie häufig erneut auf, solange sich das Mundmikrobiom nicht verändert.

Auffällig ist außerdem, dass Black Stains überwiegend an Milchzähnen auftreten und bei den meisten Kindern mit dem Durchbruch der bleibenden Zähne wieder verschwinden.

Was mich allerdings in letzter Zeit immer wieder erstaunt hat: In sozialen Medien wird häufig behauptet, Black Stains seien ein Zeichen mangelnder Mundhygiene. Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist das so nicht richtig. Black Stains gelten nicht als Ausdruck schlechter Mundhygiene, sondern stehen vielmehr mit der individuellen Zusammensetzung des oralen Mikrobioms in Zusammenhang.

Magnesium ist nicht gleich Magnesium. 🌿Je nachdem, an welche Verbindung Magnesium gebunden ist, unterscheiden sich Aufna...
26/07/2026

Magnesium ist nicht gleich Magnesium. 🌿

Je nachdem, an welche Verbindung Magnesium gebunden ist, unterscheiden sich Aufnahme und Verträglichkeit. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

• Magnesiumbisglycinat – sehr gut verträglich und gut verfügbar, meist auch für einen empfindlichen Darm geeignet. Wenn ich eine einzelne Magnesiumform empfehlen soll, ist das häufig meine erste Wahl.

• Magnesiumcitrat – ebenfalls gut verfügbar, kann jedoch bei höheren Mengen abführend wirken. Das kann bei Verstopfung erwünscht sein, bei empfindlichem Darm eher weniger.

• Magnesiummalat – gut verfügbar und eine interessante Alternative. Wird häufig im Zusammenhang mit Energie und Muskelfunktion beworben.

• Magnesium-L-Threonat – wird besonders im Zusammenhang mit Gehirn und Nervensystem untersucht. Spannend, allerdings ist die Studienlage für viele der beworbenen Effekte noch begrenzt.

• Magnesiumoxid – enthält viel elementares Magnesium, wird jedoch vergleichsweise schlechter aufgenommen und kann abführend wirken.

Ich persönlich nehme gerne einen Magnesium-Komplex, also eine Kombination verschiedener Magnesiumverbindungen. Wer jedoch gezielt eine einzelne, gut verfügbare und verträgliche Form sucht, dem empfehle ich meist Magnesiumbisglycinat.

Und ganz wichtig: Schaut nicht nur auf die Magnesiumform, sondern auch auf die Zutatenliste! Ich bevorzuge ganz klar „clean“ formulierte Nahrungsergänzungsmittel und verzichte auf unnötige Hilfs- und Zusatzstoffe wie Magnesiumstearat oder Titandioxid.

Außerdem beim Vergleichen immer auf den Gehalt an elementarem Magnesium achten – denn 500 mg einer Magnesiumverbindung sind nicht automatisch 500 mg reines Magnesium.

Mein Fazit: Nicht einfach irgendein Magnesium kaufen. Entscheidend sind die Verbindung, die individuelle Verträglichkeit, die Dosierung – und eine möglichst saubere Zutatenliste. 🌿

Konventionell oder biologisch – worin liegt eigentlich der Unterschied?Diese Frage wird mir fast täglich gestellt.Vorweg...
22/07/2026

Konventionell oder biologisch – worin liegt eigentlich der Unterschied?

Diese Frage wird mir fast täglich gestellt.

Vorweg ist mir eines wichtig: Biologische Zahnmedizin ist keine Alternative zur wissenschaftlichen Zahnmedizin. Sie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen – erweitert diese aber um den Blick auf den gesamten Menschen.

Der Unterschied liegt deshalb nicht darin, ob behandelt wird, sondern wie und mit welchem Ziel.

In der biologischen Zahnmedizin fragen wir nicht nur: „Welcher Zahn macht Probleme?“, sondern auch: „Warum ist dieses Problem überhaupt entstanden?“

Wir betrachten dabei unter anderem: 🦷 den Erhalt der natürlichen Zahnsubstanz, 🌿 möglichst biokompatible Materialien, 🩺 den Einfluss der Mundgesundheit auf den gesamten Körper, 🔬 mögliche Wechselwirkungen zwischen Zähnen, Entzündungen und Allgemeingesundheit, 💚 sowie Prävention, damit Erkrankungen idealerweise gar nicht erst entstehen.

Das bedeutet nicht, dass konventionelle Zahnmedizin „schlecht“ ist. Sie leistet täglich Großartiges und bildet die Grundlage jeder modernen Behandlung.

Die biologische Zahnmedizin setzt jedoch dort an, wo wir über die reine Reparatur hinausdenken und den Menschen als Ganzes betrachten.

Mein Ziel ist es daher nicht nur, Zähne zu behandeln, sondern gemeinsam mit meinen Patienten langfristig Gesundheit zu fördern – mit möglichst körperverträglichen Materialien, maximalem Zahnerhalt und einem ganzheitlichen Blick auf mögliche Ursachen.

Denn für mich beginnt moderne Zahnmedizin nicht erst beim Bohren oder Implantieren.

Sie beginnt mit der Frage: Warum ist dieses Problem überhaupt entstanden?

KLEBER IM MUND? Auch ein metallfreier Retainer muss geklebt werden – genauso wie Keramik-Inlays, Keramik-Teilkronen, Ven...
18/07/2026

KLEBER IM MUND?

Auch ein metallfreier Retainer muss geklebt werden – genauso wie Keramik-Inlays, Keramik-Teilkronen, Veneers oder Keramikkronen.

Wenn wir über Materialien im Mund sprechen, denken die meisten an den Retainer, das veneer oder das Inlay. Kaum jemand fragt jedoch nach dem Kleber – dabei spielt gerade dieser aus meiner Sicht eine entscheidende Rolle.
Denn die meisten zahnärztlichen Kleber sind Komposite, also Kunststoffe. Sie bestehen aus einer Kunststoffmatrix und verschiedenen kleinen Bausteinen, den sogenannten Monomeren. Nicht alle dieser Monomere reagieren beim Aushärten vollständig. Ein Teil wird im Laufe der Zeit freigesetzt und wird über die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen.
Deshalb achte ich in meiner Praxis nicht nur auf biokompatible Materialien oder metallfreie Retainer, sondern ebenso auf die Zusammensetzung der verwendeten Klebesysteme.
Ich verwende ausschließlich Kleber ohne HEMA, Bis-GMA, TEGDMA und BPA.

🔹 HEMA ist ein sehr kleines Molekül, das leicht in Gewebe eindringen kann und als häufiger Auslöser von Kontaktallergien gilt.

🔹 Bis-GMA ist ein Baustein vieler Dental-Kunststoffe. Im Zusammenhang mit Bisphenolen wird seit Jahren über mögliche hormonähnliche (östrogenartige) Wirkungen diskutiert und geforscht.

🔹 TEGDMA ist ebenfalls ein niedermolekularer Kunststoffbaustein. In Laboruntersuchungen wurden unter bestimmten Bedingungen zellschädigende und mutagene (das Erbgut beeinflussende) Effekte beschrieben.

🔹 BPA (Bisphenol A) ist als hormonell wirksame Substanz bekannt und kann an Östrogenrezeptoren binden. Deshalb wird BPA zu den sogenannten endokrinen Disruptoren gezählt.

Für mich bedeutet biologische Zahnmedizin, nicht nur die sichtbare Versorgung zu hinterfragen, sondern auch die Materialien, die sie dauerhaft im Mund befestigen.

Denn der beste metallfreie Retainer oder die hochwertigste Keramikversorgung ist aus meiner Sicht nur dann konsequent biologisch, wenn auch der verwendete Kleber biokompatibel gewählt wird.

Viele Menschen glauben, ein Edelstahlretainer bestehe aus reinem Edelstahl.Doch das stimmt nicht.Edelstahl ist keine rei...
15/07/2026

Viele Menschen glauben, ein Edelstahlretainer bestehe aus reinem Edelstahl.

Doch das stimmt nicht.

Edelstahl ist keine reine Substanz, sondern eine Legierung – also eine Mischung verschiedener Metalle.

Edelstahllegierungen enthalten unter anderem Eisen, Chrom, Nickel und Molybdän.

Was ebenfalls viele nicht wissen: Neben Edelstahlretainern werden in der Kieferorthopädie auch Nickel-Titan-Retainer (NiTi) sehr häufig eingesetzt. Auch diese enthalten Nickel.

Aus Sicht der biologischen Zahnmedizin sehe ich metallische Retainer grundsätzlich kritisch. Sie verbleiben dauerhaft im Mund und stehen dort permanent mit Speichel in Kontakt.

Speichel wirkt als Elektrolyt. Dadurch werden – abhängig von Material und Umgebung – Metallionen aus Legierungen freigesetzt. Genau aus diesem Grund hinterfrage ich dauerhaft im Mund eingesetzte metallische Materialien grundsätzlich.

Deshalb bevorzuge ich – wann immer es möglich ist – metallfreie Alternativen, beispielsweise glasfaserverstärkte Retainer oder herausnehmbare Retentionsschienen.

Mir ist wichtig, dass Patienten eine informierte Entscheidung treffen können. Dazu gehört auch zu wissen, welche Materialien sich dauerhaft im Mund befinden und welche Alternativen es gibt.

Biologische Zahnmedizin bedeutet für mich, nicht nur die Funktion einer Versorgung zu betrachten, sondern auch die Biokompatibilität der verwendeten Materialien.

Denn manchmal sind es gerade die Werkstoffe, die jahrelang unbemerkt im Mund verbleiben, über die viel zu wenig gesprochen wird.

Fissurenversiegelungen werden häufig ganz selbstverständlich empfohlen.Aus Sicht der biologischen Zahnmedizin lohnt sich...
13/07/2026

Fissurenversiegelungen werden häufig ganz selbstverständlich empfohlen.

Aus Sicht der biologischen Zahnmedizin lohnt sich jedoch zunächst eine andere Frage:

Warum entsteht überhaupt Karies?

Ein gesundes Gebiss entwickelt nicht einfach ohne Grund immer wieder Karies. Deshalb schauen wir zunächst auf die eigentlichen Ursachen: Wie sieht das Mundmikrobiom aus? Liegt eine Mundatmung vor? Wie ernährt sich das Kind? Bestehen Mikronährstoffmängel? Ist die Mundhygiene ausreichend? Gibt es andere Faktoren, die das Kariesrisiko erhöhen?

Unser Ziel ist es immer, die Ursachen zu behandeln – nicht nur die Folgen.

Deshalb versuchen wir zunächst, genau diese Stellschrauben zu optimieren. Denn häufig lässt sich die Kariesaktivität dadurch bereits deutlich reduzieren.

Es gibt jedoch Kinder, bei denen trotz einer guten Mundhygiene, einer ausgewogenen Ernährung, einer optimierten Nasenatmung und einer ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen weiterhin ein kariesaktives Gebiss besteht.

Genau dann kann eine Fissurenversiegelung aus meiner Sicht sehr sinnvoll sein.

Sie schützt die tiefen Fissuren der Backenzähne zusätzlich und kann das Kariesrisiko deutlich senken.

Wenn wir versiegeln, achten wir jedoch auch auf das verwendete Material. Aus biologischer Sicht bevorzuge ich Kunststoffe, die möglichst keine niedermolekularen Monomere enthalten, da diese in den Körper übergehen können und möglichst vermieden werden sollten.

Biologische Zahnmedizin bedeutet für mich deshalb weder, jede Fissurenversiegelung grundsätzlich abzulehnen, noch sie grundsätzlich jedem Kind zu empfehlen.

Es bedeutet, individuell zu entscheiden.

So wenig wie möglich – aber so viel wie nötig.

Genau das ist für mich der Unterschied zwischen einer symptomorientierten und einer biologisch orientierten Zahnmedizin.

Adresse

Schäfflerstraße 15
Straubing
94315

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 13:00
14:00 - 19:00
Dienstag 08:00 - 13:00
14:00 - 19:00
Mittwoch 08:00 - 12:00
14:00 - 18:00
Donnerstag 08:00 - 12:00
14:00 - 18:00
Freitag 08:00 - 12:00
14:00 - 17:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Zahnarztpraxis Dr. Graf & Kollegen erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie