27/08/2026
Warum verwende ich als Zahnärztin seit 11 Jahren kein Titan mehr?
Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt.
Titan gilt seit vielen Jahren als Standard in der Implantologie. Dennoch habe ich mich bereits vor 11 Jahren bewusst für einen anderen Weg entschieden – und arbeite seitdem ausschließlich mit metallfreien Keramikimplantaten.
Warum?
Studien zeigen, dass es bei jedem Titanimplantat durch Mikrobewegungen und Korrosion zur Freisetzung von Titanpartikeln kommt. Diese Partikel werden von Makrophagen, also Zellen unseres Immunsystems, phagozytiert. Dabei werden entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine) freigesetzt und eine lokale dauerhafte Immunreaktion ausgelöst.
Für mich stellt sich deshalb immer die Frage:
Warum sollte ich ein Metall dauerhaft in den Körper einsetzen, wenn heute eine metallfreie Alternative zur Verfügung steht?
Studien zeigen, dass Zirkonoxid eine ausgezeichnete Biokompatibilität besitzt. Das Weichgewebe lagert sich eng an die Keramikoberfläche an und bildet eine stabile periimplantäre Schleimhautbarriere, die zum Schutz des darunterliegenden Knochens vor bakterieller Infiltration beiträgt. Mit ein Grund warum ich seit vielen Jahren ausschließlich mit Keramikimplantaten arbeite.
Ein Implantat bleibt häufig Jahrzehnte im Körper.
Genau deshalb ist für mich nicht nur die Einheilung entscheidend – sondern vor allem das Material, das den Körper ein Leben lang begleitet.