28/10/2020
Liebe Patienten, hier ein interessanter Beitrag zum Thema Diabetes in Verbindung mit Parodontotis.
Teufelskreis Diabetes mellitus und Parodontitis
20 Prozent der Diabetiker erkranken an schweren Parodontopathien. Neben der Xerostomie ist die Ablagerung von Endprodukten aus dem Zuckerstoffwechsel (AGE = advanced glycation endproducts) in die Gingiva und ins Parodont für dieses „Anfeuern“ der chronischen Entzündung mitverantwortlich.
Eine Parodontitis senkt selbst bei gesunden Patienten die Insulinwirksamkeit. Dass dadurch die Blutzuckereinstellung erschwert wird, ist für Diabetiker ein ernst zu nehmendes Problem. Das spiegelt sich auch in der nachweislichen Korrelation von Sondierungstiefe mit dem HbA1c-Wert wieder.
Zudem belegen Studien, dass parodontal erkrankte Diabetiker schwerwiegendere Diabeteskomplikationen, häufiger eine Niereninsuffizienz und eine deutlich erhöhte Sterblichkeit haben. Um diesen Teufelskreis (Abb. 3) der gegenseitigen Verschlimmerung der Komplikationen von Parodontitis und Diabetes mellitus zu unterbrechen, gehört eine effektive Parodontisbehandlung zu jeder erfolgreichen Diabetestherapie.
Autorin Dr. med. Catherine Kempf verdeutlicht in ihrem aktuellen Fachbeitrag die wichtige und wertvolle Rolle der zahnmedizinischen Prophylaxe mit den Besonderheiten bei Diabetes-Patienten.