08/01/2024
Stellungnahme
Vielerorts finden heute Demonstrationen, Blockaden, Streiks und andere Aktionen verschiedenster Interessengruppen statt.
Alle haben vornehmlich eines gemeinsam:
Unzufriedenheit
Auch wir möchten herausstellen, dass wir unzufrieden sind!
Unzufrieden mit einer Gesundheitspolitik, die sich mehr und mehr von den Menschen, deren Wohl für sie an oberster Stelle stehen sollte, zu entfernen scheint.
Unzufrieden mit einer Gesundheitspolitik, die dazu führt, dass in ganz Mecklenburg-Vorpommern z.B. bald kaum noch eine medizinische Versorgung von Frühchen in Kliniken möglich ist.
Unzufrieden mit einer Gesundheitspolitik, die dazu führt, dass immer mehr Kliniken im Land einzelne Stationen oder gar den ganzen Betrieb einstellen müssen.
Unzufrieden mit einer Situation, die dazu führt, dass derzeit 40% aller Zahnarztpraxen in MV schließen (müssen).
Und dem gegenüber steht ein Bundesminister der Gesundheit, der sich scheinbar dem Kampf gegen die Ärzteschaft verschrieben hat. Er entfacht Neiddebatten, indem er behauptet, jeder Arzt verdiene nach Abzug aller Kosten weit über 200.000€ im Jahr. Zu erläutern,auf wie viele Weisen seine Rechnung und beschämend irreführende Verwendung von Statistiken falsch sind, würde an dieser Stelle zu weit führen. Wir können nur festhalten, dass die Argumentation des Bundesgesundheitsministers eine Beleidigung ist.
Anhand einzelner Einrichtungen auf die Gesamtheit zu schließen, ist schlichtweg einfach falsch.
Das ist, als sage man allen Angestellten in der Pflege in MV sie sollen sich nicht beschweren, weil es ja z.B. eine Kurklinik in Bayern gibt, in der alle hervorragend verdienen.
Und diese Aussagen und Entscheidungen trifft ein Mann, der nicht einen Tag als Arzt gearbeitet hat, geschweige denn Erfahrungen mit der Führung einer medizinischen Einrichtung hat.
Dennoch haben wir uns heute gegen einen Streik in unserer Praxis entschieden und das aus ganz einfachen Gründen.
Wir fühlen uns unseren Patienten und geplanten Terminen verpflichtet. Eine unfähige Gesundheitspolitik führt schon zu genug Problemen, da sollte sie nicht auch noch dazu führen, dass Patienten heute vertröstet werden müssen.
Ihr Zahnarztpraxisteam Cordt