04/01/2023
Als ich das erste Mal von Umweltzahnmedizin hörte, dachte ich zunächst an Zahnärzte die besonders auf Mülltrennung achten. 😂
Nach Abschluss meiner Ausbildung zum Umweltzahnmediziner muss ich über meine erste Vermutung natürlich schmunzeln. Tatsächlich steckt jedoch ein wahrer Kern in meiner ersten Annahme.
Aber was ist nun „Umweltzahnmedizin“?
Umweltzahnmediziner setzen den Focus auf eine umfassend ausgerichtete zahnärztliche Behandlung von chronisch erkrankten Patienten. Hierbei werden mögliche „Hot spots“ in der Mundhöhle ausgelotet, die ursächlich für verschiedenste Erkrankungen des Körpers sein können.
Zahnärzte bringen unzählige Fremdmaterialien dauerhaft in Form von Füllungen, Kronen, Implantaten, Prothesen, usw. in die Münder von Patienten. Meistens werden diese Materialien trotz Wechselwirkungen gut toleriert. Leider können diese jedoch ebenfalls zu chronischen Entzündungen, Unverträglichkeiten, Allergien und Intoxikationen führen.
Problematisch ist die Tatsache, dass Patienten aufgrund der fernab des Mundes auftretenden Beschwerden in den seltensten Fällen einen Zahnarzt aufsuchen (geschweige denn einen Umweltzahnmediziner), sondern zu Allgemeinmedizinern gehen die den Bezug zur Mundhöhle oft nicht herstellen. Meistens kann diesen Patient so nicht geholfen werden.
Da die Zahl der Menschen mit chronischen Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten massiv zunimmt, sollte bei betroffenen Patienten immer auch ein Blick in die Mundhöhle und vor Allem auf die dort verwendeten Materialien geworfen werden.
Glücklicher Weise stehen uns mittlerweile diverse Testverfahren zur Verfügung, um einen validen Zusammenhang zwischen den Materialien in Ihrem Mund und Ihren chronischen Erkrankungen auszuschließen oder herzustellen.