16/09/2026
🦷 Vier Sätze, die du deinem Kind vor dem Zahnarztbesuch besser nicht sagen solltest:
1. „Das geht ganz schnell.“
Das stimmt leider nicht immer. Eine sorgfältige Untersuchung oder Behandlung braucht die Zeit, die sie braucht. Mit diesem Satz entsteht beim Kind aber die Erwartung: Das muss in ein paar Minuten vorbei sein. Und auch der Zahnarzt gerät dadurch ungewollt unter Druck, etwas „schnell“ machen zu müssen, was eigentlich Ruhe und Zeit erfordert.
2. „Du brauchst keine Angst zu haben.“
Die meisten Kinder gehen zunächst völlig unvoreingenommen zum Zahnarzt. Häufig ist es eher die Sorge der Eltern, die sich auf das Kind überträgt. Wenn wir Erwachsenen signalisieren, dass es etwas gibt, wovor man Angst haben könnte, wird das Kind möglicherweise erst misstrauisch.
3. „Das tut überhaupt nicht weh.“
Auch das sollten wir nicht versprechen. Kinder können mit einer unangenehmen Situation viel besser umgehen, wenn sie darauf vorbereitet sind. Wenn vorher versprochen wurde, dass gar nichts wehtut, und dann beispielsweise der kleine Piekser der Lokalanästhesie doch spürbar ist, kann das Vertrauen sofort verloren gehen.
4. „Wenn du gut mitmachst, gehen wir danach ein Eis essen.“
Damit wird der Zahnarztbesuch schnell zu einer Prüfung: Ich muss etwas aushalten, damit ich eine Belohnung bekomme.
Kinder haben außerdem einen natürlichen Instinkt und dürfen „Nein“ sagen. Gerade beim ersten Zahnarztbesuch kann es sinnvoll sein, ein Kind nicht zu etwas zu zwingen, wenn es sich noch nicht bereit fühlt.
Manchmal ist ein zweiter Anlauf der bessere Weg. ❤️
Eine gute Vorbereitung kann dabei helfen. Zu Hause kann man gemeinsam üben: Zähne zählen mit dem "Spiegel" (ein Teelöffel tut es auch), Mund aufmachen, loben, ganz ohne Druck.
Und beim nächsten Besuch funktioniert vieles plötzlich ganz selbstverständlich.
Der beste Zahnarztbesuch ist nicht der, bei dem das Kind „funktioniert“.
Sondern der, bei dem es Vertrauen aufbaut. 🦷❤️