23/10/2026
Eine Füllung wird Schicht für Schicht aufgebaut.
Das Bild zeigt den Moment, auf den es dabei ankommt: blaues Licht, einige Sekunden je Schicht. Der zahnfarbene Kunststoff bleibt weich und formbar, bis dieses Licht ihn aushärtet. Erst dann ist die Schicht fest — und erst dann kommt die nächste.
Warum in Schichten? Das Licht dringt je nach Material nur wenige Millimeter tief ein; eine zu dicke Portion härtet unten nicht zuverlässig durch. Dazu kommt, dass Kunststoff sich beim Aushärten um wenige Prozent zusammenzieht. Die Schichttechnik soll die Spannung begrenzen, die dabei entsteht.
Der zweite Punkt ist der Halt. Das Material wird mit der Zahnoberfläche verklebt. Das erlaubt einen Zugang, der sich am Schaden orientiert: Es kommt heraus, was zerstört ist, und der gesunde Rest bleibt stehen. Zahnerhaltung heißt genau das.
Dazu kommt die Farbe. Ein natürlicher Zahn ist am Zahnhals dunkler und wird zur Kaufläche oder Schneide hin durchscheinender. Deshalb liegen in einer einzigen Füllung oft mehrere Farben übereinander.
Wie lange eine Füllung trägt, hängt von vielem ab — von der Größe des Defekts, vom Biss, von der Pflege. Was wir beeinflussen können, ist die Sorgfalt in diesen Schichten.