28/01/2026
Zahnseide & Schlaganfall – was sagt die Wissenschaft wirklich?
Eine große Langzeit-Beobachtungsstudie mit rund 6.700 Teilnehmenden untersuchte über mehr als 25 Jahre, ob ein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Zahnseide und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht.
Die Ergebnisse:
• Personen, die regelmäßig Zahnseide verwendeten, hatten:
• ein um ca. 22 % geringeres Risiko für ischämische Schlaganfälle
• ein um bis zu 44 % geringeres Risiko für kardioembolische Schlaganfälle
• ein um etwa 12 % geringeres Risiko für Vorhofflimmern
Wie ist das zu erklären?
Chronische Entzündungen im Mundraum – etwa durch Gingivitis oder Parodontitis – können:
• systemische Entzündungsprozesse fördern
• Blutgefäße schädigen
• das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen
Zahnseide reduziert bakterielle Beläge zwischen den Zähnen und kann so Entzündungen im Mundraum verringern, was sich positiv auf den gesamten Organismus auswirken kann.
Wichtig einzuordnen:
• Die Studie zeigt einen Zusammenhang, aber keinen Beweis für eine direkte Ursache-Wirkung.
• Zahnseide ist wahrscheinlich auch ein Marker für ein insgesamt gesundheitsbewussteres Verhalten (Bewegung, Ernährung, Vorsorge).
• Aussagen wie „Zahnseide verhindert Schlaganfälle“ sind wissenschaftlich nicht korrekt.
Das Fazit:
Zahnseide allein schützt nicht vor Schlaganfällen –
aber gute Mundhygiene ist ein relevanter Baustein für die allgemeine Gesundheit, inklusive Herz und Gefäßen.
👉 Mundgesundheit ist kein isoliertes Thema, sondern Teil der Gesamtgesundheit. d