06/02/2021
Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen laut der DGParo (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V.) einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer Parodontitis und einem schweren COVID-19-Verlauf. COVID-19-Patienten mit Parodontitis weisen ein erhöhtes Risiko für die Aufnahme in eine Intensivstation, die Notwendigkeit einer unterstützenden Beatmung und sogar einen tödlichen Ausgang der Erkrankung als parodontal gesunde Patienten.
𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐈𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧
Diese Studie zeigt, dass die Mundgesundheit einen großen Beitrag zur Allgemeingesundheit beträgt. Aus diesem Grund sind wir der Überzeugung, dass Kontrollen und Behandlungen beim Zahnarzt nicht aufgeschoben werden sollten. Um mehr Informationen zu dem Thema anzubieten haben wir eine Sonderseite erstellt: https://www.zahnarzt-herford.com/covid19.html
𝐇𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐠𝐫𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐮𝐝𝐢𝐞:
Bisher ist bekannt, dass eine Reihe von Vorerkrankungen das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe erhöhen. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass die Zahnbetterkrankung Parodontitis ebenfalls als Risikofaktor anzusehen ist. Zwischen Februar und Juli 2020 wurde die Fall-Kontroll-Studie mit 568 Patienten unter Verwendung der nationalen elektronischen Patientenakten, die medizinische und zahnmedizinische Daten enthielt, durchgeführt.
𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞:
Die Studie ergab, dass nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Nikotinkonsum und Body-Mass-Index, Covid-19-Patienten mit Parodontitis 3,5-mal häufiger auf die Intensivstation eingewiesen wurden, 4,5-mal häufiger ein Beatmungsgerät benötigten und fast neunmal häufiger sterben, als diejenigen ohne Zahnfleischerkrankungen. Ebenso waren mit Entzündungen verbundene Biomarker bei COVID-19-Patienten mit Parodontitis erhöht.
Bei Fragen sind wir gerne für Sie da!
Studie:
Quelle: Reference: Marouf N, Cai W, Said KN, et al. Association between periodontitis and severity of COVID-19 infection: a case-control study. J Clin Periodontol. 2021. doi:10.1111/jcpe.13435.
Grafik:
Alissa Eckert, MSMI, Dan Higgins, M**S https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312