20/05/2020
Pathogene Mundkeime führen zu gefürchteten Sekundärinfektionen der Atemwege
Chinesische Daten zeigen außerdem: 50% der Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, hatten eine durch Bakterien verursachte Sekundärinfektion. Im schlimmsten Fall führt diese zu einer Sepsis und zum Tod durch Organversagen. Alle Patienten, die eine Sepsis entwickelten, verstarben im Krankenhaus. (3) Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits 2015 italienische Forscher im Bronchialsekret von Patienten pathogene Keime aus der Mundhöhle gefunden hatten. Bei Patienten, deren Bronchien mit Treponema denticula besiedelt waren, waren die aMMP-8 Werte signifikant erhöht. (4) Das bedeutet, dass sich Parodontalkeime aus der Mundhöhle im unteren Atemtrakt ansiedeln und dort zu einer sekundären bakteriellen Infektion führen können. Möglicherweise kann dies eine Lungenentzündung oder sogar eine Sepsis auslösen. Die Studie wurde mit dem PerioSafe Speicheltest durchgeführt. Sie belegt, wie wichtig der aMMP-8-Wert ist. Intensive Mundhygiene kann die Anzahl der pathogenen Keime in der Mundhöhle deutlich reduzieren, wodurch die Besiedlung der unteren Atemwege verringert oder sogar verhindert werden kann.
Quelle:
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