EADT - European Association of Dental Technology

EADT - European Association of Dental Technology Der EADT e.V. steht für den aktiven Austausch zwischen Zahntechnik, Zahnmedizin, Wissenschaft und Dentaltechnologie.

Als Fachgesellschaft haben wir eine klare Aufgabe: Die Symbiose von wissenschaftlichen Erkennt (European Association of Dental Technology) steht für den aktiven Austausch zwischen Zahntechnik, Zahnmedizin, Wissenschaft und Dentaltechnologie. Als Fachgesellschaft haben wir eine klare Aufgabe: Die Symbiose von wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Anwendung. Wir unterstützen Zahnärzte und

Zahntechniker mit evidenzbasiertem Know-how! Damit sichern wir eine qualitätsbewusste prothetische Zahnheilkunde; im Sinne von Zahnärzten, Zahntechnikern und Patienten. steht für eine zeitgemäße prothetische Zahnmedizin, die sich aus wissenschaftlichen Erkenntnissen nährt – für das „Jetzt“ und für die Zukunft. Wir erfüllen wir unsere Aufgabe gemeinsam mit unseren Mitgliedern aus Praxis, Labor und Hochschule. Wir arbeiten mit anderen Fachgesellschaften sowie der Dentalindustrie zusammen – denn wir sind alle Teil der prothetischen Zahnmedizin.

Photogrammetrie – warum? Intraoralscanner liefern bei Einzelzahn- und Quadrantenversorgungen sehr gute Ergebnisse. Bei i...
16/07/2026

Photogrammetrie – warum?

Intraoralscanner liefern bei Einzelzahn- und Quadrantenversorgungen sehr gute Ergebnisse. Bei implantatgetragenen Ganzkiefer-Versorgungen wird die Situation jedoch komplexer.

Hier setzt die Photogrammetrie an.

Anders als ein Intraoralscanner scannt sie nicht den gesamten Kiefer. Stattdessen werden spezielle Scan Bodies auf den Implantaten befestigt und von einem Kamerasystem erfasst. Aus diesen Aufnahmen berechnet das System die räumliche Position und Ausrichtung der Implantate. Der Unterschied: Die Implantatpositionen werden nicht über einen langen Scanpfad zusammengesetzt, sondern zueinander vermessen.

Die reine Photogrammetrie erfasst weder Weichgewebe, Zähne noch die Okklusion. Diese Informationen werden weiterhin mit einem Intraoralscanner aufgenommen und anschließend mit den Photogrammetriedaten kombiniert. Mittlerweile gibt es auch Scanner, die beides miteinander verbinden sollen.

Habt Ihr Erfahrung bzw. nutzt das Verfahren?

Digitalisierung braucht eine gemeinsame Sprache.Marcus Engelschalk und Stefan Roozen haben beim Werkstoffkunde-Forum auf...
13/07/2026

Digitalisierung braucht eine gemeinsame Sprache.

Marcus Engelschalk und Stefan Roozen haben beim Werkstoffkunde-Forum auf der DGPro 2026 über Keramik gesprochen – und sind schnell bei einem anderen Thema gelandet: Kommunikation. Trotz digitaler Workflows, KI und moderner Planungstools bleibt die Abstimmung zwischen Praxis und Labor eine tägliche Herausforderung. Anhand von Patientenfälle zeigten sie, wie digitale Planung selbst zum Kommunikationsinstrument werden kann.

Take home: Nicht die Technik entscheidet über den Erfolg. Sondern die Fähigkeit, Informationen zu teilen, Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam die richtige Entscheidung zu treffen.

Unser Recap von Bonn: https://eadt.de/eadt-meets-dgpro-2026-werkstoffkunde-neu-gedacht/

Braucht jede Freiendsituation einen Molarenersatz? Eine neue S3-Leitlinie sagt: nicht zwingend.Fehlende Molaren bedeuten...
09/07/2026

Braucht jede Freiendsituation einen Molarenersatz? Eine neue S3-Leitlinie sagt: nicht zwingend.

Fehlende Molaren bedeuten nicht automatisch, dass sie ersetzt werden müssen.

Mit der S3-Leitlinie „Prothetische Versorgung der bilateral verkürzten Zahnreihe“ (Mai 2026) liegt eine evidenzbasierte Orientierung für eine Frage vor, die Zahnmedizin und Zahntechnik seit Jahren beschäftigt. Federführend wurde die Leitlinie von der DGPro und der DGZMK entwickelt.

Die Botschaft: Eine bilateral verkürzte Zahnreihe kann unter bestimmten Voraussetzungen ohne Molarenersatz funktionieren. Die aktuelle Evidenz zeigt weder Vorteile bei der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität noch eine höhere Häufigkeit von CMD-Beschwerden gegenüber Versorgungen mit Molarenersatz.

Entscheidend ist die individuelle Situation: Funktion, Pfeilerzähne, parodontaler Status, Beschwerden und die Erwartungen des Patienten.

Post 1 – Status FutureWerkstoffkunde 2026: Wo stehen wir heute?Felicitas Mayinger, Bogna Stawarczyk und Carsten Fischer ...
06/07/2026

Post 1 – Status Future
Werkstoffkunde 2026: Wo stehen wir heute?

Felicitas Mayinger, Bogna Stawarczyk und Carsten Fischer zeigten beim Werkstoffkunde-Forum auf der DGPro 2026, wie sich die restaurative Zahnmedizin verändert. Monolithische Versorgungen sind etabliert. Microlayering verbindet Effizienz und Ästhetik. Der keramische 3D-Druck entwickelt sich weiter.

Take home: Die eigentliche Herausforderung ist heute nicht das nächste neue Material, sondern der Umgang mit der wachsenden Zahl an Werkstoffen, Indikationen und Daten. Eine Antwort darauf könnte evidens () sein – eine KI-gestützte Plattform, die wissenschaftliche Literatur zu dentalen Werkstoffen bewertet, filtert und für den klinischen Alltag zugänglich macht.
carsten .mayinger

Unser Recap von Bonn: https://eadt.de/eadt-meets-dgpro-2026-werkstoffkunde-neu-gedacht/

Was verursacht den größten CO₂-Fußabdruck einer Krone?3D-Druck? Zirkonoxid? Sintern bei über 1.500 °C?Wenn über Nachhalt...
02/07/2026

Was verursacht den größten CO₂-Fußabdruck einer Krone?

3D-Druck? Zirkonoxid? Sintern bei über 1.500 °C?

Wenn über Nachhaltigkeit gesprochen wird, richtet sich der Blick häufig auf Werkstoffe und Herstellung. Eine Übersichtsarbeit von Shinkai et al. lenkt die Aufmerksamkeit auf einen oft übersehenen Faktor:

Den Workflow.

Die Autoren zeigen, dass in vielen Lebenszyklusanalysen des Gesundheitswesens Transport- und Logistikprozesse einen erheblichen Anteil der Gesamtemissionen verursachen. Dazu gehören Patientenfahrten, Arbeitswege des Personals sowie die Wege zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor.

Damit stellt sich eine interessante Frage:

Wie viele Schritte und Wege sind notwendig, um eine Restauration herzustellen?

Die Autoren argumentieren, dass die ökologische Bilanz einer Versorgung häufig weniger vom Werkstoff abhängt als von den logistischen Schritten. Anders formuliert: Ein Werkstoff mit optimiertem Workflow kann ökologisch günstiger sein als ein vermeintlich „grüneres“ Material, das viele Transport- und Prozessschritte erfordert.

Digitale Workflows können hier einen Beitrag leisten. Intraoralscans ersetzen physische Abformungen und reduzieren Versandwege. Auch Konzepte wie Single-Visit-Dentistry können zusätzliche An- und Abreisen vermeiden.

Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Frage des Materials – sondern des gesamten Prozesses.

Quelle: Shinkai RSA et al. Environmental sustainability related to dental materials and procedures in prosthodontics: A critical review. J Prosthet Dent. 2024/2025.

Implantologie soll eine Lösung für zahnlose Patienten sein – nicht ein Grund, Patienten zahnlos zu machen.Mit diesem Sat...
29/06/2026

Implantologie soll eine Lösung für zahnlose Patienten sein – nicht ein Grund, Patienten zahnlos zu machen.

Mit diesem Satz eröffnete Prof. Dr. Stefan Wolfart (prof.stefan.wolfart) unseren TEAM-Talk Spezial in Bonn.

Eine Aussage, die bewusst provoziert – und gleichzeitig einen wichtigen Kern moderner Implantatprothetik trifft: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist automatisch die beste Therapie.

Im Mittelpunkt standen deshalb nicht Implantate oder Materialien, sondern die Frage:

👉 Was braucht ein Patient wirklich?

Ein spannender Abend mit vielen Diskussionen über Evidenz, Patientenperspektive und die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Labor.

Und danach: Dinner-Talk am Rheinufer! :-)



Beim TEAM-Talk Spezial zeigte Prof. Dr. Stefan Wolfart, wie eng Evidenz, Patientenperspektive sowie Praxis und Labor zusammengehören.

Bohrschablonen – Drucken oder Fräsen?Bohrschablonen können sowohl additiv (3D-Druck) als auch subtraktiv (Fräsen) herges...
25/06/2026

Bohrschablonen – Drucken oder Fräsen?

Bohrschablonen können sowohl additiv (3D-Druck) als auch subtraktiv (Fräsen) hergestellt werden. Doch hat das Herstellungsverfahren Einfluss auf die Genauigkeit der Implantatposition?

Eine aktuelle In-vitro-Studie von Ballesteros et al. (2025) verglich hierfür 3D-gedruckte und gefräste hülsenlose Bohrschablonen.

Ergebnis: Bei den Abweichungen am Implantathals und an der Implantatspitze zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen gedruckten und den gefrästen Schablonen. Bei der Ausrichtung der Implantate schnitten die Schablonen aus dem Drucker in dieser Studie jedoch besser ab und zeigten geringere Winkelabweichungen.

Die Ergebnisse stammen aus einer Laboruntersuchung und lassen sich nicht unmittelbar auf die klinische Situation übertragen. Die Studie zeigt jedoch, dass 3D-gedruckte Bohrschablonen hinsichtlich der Genauigkeit durchaus mit gefrästen Schablonen konkurrieren können.

EADT meets DGPro: Sharing is CaringEin TEAM-Talk Spezial am Vorabend. Zwei Workshops am Vormittag. Ein Werkstoffkunde-Fo...
22/06/2026

EADT meets DGPro: Sharing is Caring

Ein TEAM-Talk Spezial am Vorabend. Zwei Workshops am Vormittag. Ein Werkstoffkunde-Forum auf der DGPro am Nachmittag.

Und vor allem: Menschen, die ihr Wissen teilen.

Gemeinsam mit der DGPro haben wir als EADT auf der Jahrestagung das Werkstoffkunde-Forum gestaltet. Wissenschaft, Praxis, Labor und Industrie kamen zusammen, diskutierten über Werkstoffe, digitale Workflows, 3D-Druck, Kommunikation und die Zukunft der Prothetik.

Was bleibt?

Viele spannende Vorträge. Gute Diskussionen. Neue Perspektiven. Und die Bestätigung, dass die besten Ideen meist dort entstehen, wo unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen.

Vielen Dank an alle Referierenden, Teilnehmenden, Industriepartner und die DGPro für einen inspirierenden Tag in Bonn.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung. Münster, 9.-11. September 2027

Werkstoffkunde Prothetik LMU Fischer Carsten

Zirkonoxid oder VMK? Eine einfache Antwort gibt es nicht.Eine klinische Studie mit 515 Einzelkronen liefert eine interes...
19/06/2026

Zirkonoxid oder VMK? Eine einfache Antwort gibt es nicht.

Eine klinische Studie mit 515 Einzelkronen liefert eine interessante Perspektive. Grundlage war eine retrospektive Auswertung von Versorgungen mit einer Nachbeobachtungszeit von bis zu sieben Jahren. Das Ergebnis: Zwischen monolithischen Zirkonoxidkronen und Metallkeramikkronen fanden sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Überlebensrate, Komplikationen oder Versagensursachen.

Spannend wird es beim Blick auf die Gründe für die Ausfälle:

Rund 80 % aller Misserfolge waren auf biologische Komplikationen zurückzuführen. Der häufigste Einzelgrund war die Fraktur des natürlichen Zahnes – sie machte die Hälfte aller Ausfälle aus.

Die Diskussion um Restaurationsmaterialien ist wichtig. Die vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass der langfristige Erfolg einer Versorgung von vielen Faktoren beeinflusst wird, auch jenseits der Materialwahl. Langzeiterfolg ist eben mehr als eine Materialfrage.

Quelle: D’Souza NL, Jutlah EML, Deshpande RA, Somogyi-Ganss E. Comparison of clinical outcomes between single metal-ceramic and zirconia crowns. J Prosthet Dent. 2025;133:464–471.

Schienen: Das Material macht den Unterschied, nicht unbedingt die Maschine! Hättet Ihr das gedacht?Bei einer Torsionsstu...
16/06/2026

Schienen: Das Material macht den Unterschied, nicht unbedingt die Maschine! Hättet Ihr das gedacht?

Bei einer Torsionsstudie erlangte die Forschergruppe der LMU München interessante Erkenntnisse: Bei 120 getesteten Schienen aus 11 Materialien war für das Torsionsverhalten nicht entscheidend, ob additiv, subtraktiv oder konventionell gefertigt wurde – sondern was drin steckt.

- Stabilitäts-Champions: Gefräste Polycarbonat-Schienen führen das Feld an, dicht gefolgt von bewährten PMMA-Materialien. Perfekt, wenn es auf maximale Widerstandsfähigkeit ankommt.

- Flexiblen Allrounder: Verformungstolerante Schienenmaterialien zeigten die höchsten Rotationswinkel und biegen sich lieber, als zu brechen. Bei Patienten mit ausgeprägtem Bruxismus oft die klügere Wahl als harte Materialien.

- Überraschend: Konventionell vs. gefräst bei PMMA? Praktisch identische Torsionswerte! Die Entscheidung kann also nach anderen Kriterien wie Workflow oder Budget getroffen werden.

Fazit: Das richtige Material für den richtigen Patienten – ob aus dem 3D-Drucker oder vom Tiefziehgerät ist zumindest für die Torsionsfestigkeit zweitrangig.

Zur Einordnung: Eigenschaften wie Biegefestigkeit, Abrieb oder Biokompatibilität wurden nicht untersucht.

Lest mehr dazu in unserem Newsblog! (Link in Bio)

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