22/01/2024
𝓓𝓮𝓻 𝓩𝓪𝓱𝓷𝓪𝓻𝔃𝓽 & 𝓭𝓮𝓻 𝓞𝓼𝓽𝓮𝓸𝓹𝓪𝓽𝓱
Vielleicht hatte der ein oder andere ja schon einmal solch eine Situation: Der Zahnarzt kommt zum regelmäßigen Check-Up — alles gut, keine größeren Läsionen oder Probleme der Zähne/Maulhöhle. Jedoch frisst das Pferd nach der Behandlung irgendwie seltsam oder zunächst gar nicht… dabei sagte der Zahnarzt doch es sei alles ok –– was ist passiert?
Je nachdem wie empfindlich das Pferd ist & wie lange die Zahnbehandlung andauert, kann es unter Umständen zu Schmerzen & Blockaden im Kopf-/Halsbereich kommen.
Warum Schmerzen & Blockaden nach der Zahnbehandlung?
Das Pferd hängt unter Sedation, teils sehr lange mit dem Kopf in der Aufhängung des Zahnarztes. Dazu kommt noch, dass die Kiefer mit einem Maulgatter fixiert werden.
Der Kopf eines durchschnittlich 600kg schweren Pferdes macht ca 5% des Gesamtgewichts aus. Das heißt ein Pferdekopf kann gut & gern 30kg wiegen.
Während der Sedation steht das Pferd zwar noch, jedoch kann es seinen Kopf nicht mehr selbst hochhalten. Wenn wir uns nun vorstellen, dass 30kg an einem langen Hals, horizontal zum Boden „aufgehangen“ werden, ist es durchaus nachvollziehbar, dass es zu Verspannungen, Blockanden & Schmerzen kommen kann.
Auch beißen Pferde oft auch auf das Maulgatter oder versuchen diese mit der Zunge heraus zuschieben. Dabei können ebenfalls Läsionen entstehen, bei denen es zu inappetenz kommt.
Es ist immer ratsam Osteo-Termine nach dem Zahnarztbesuch zu vereinbaren um eventuelle Blockaden zu lösen, da diese sich auch in Form von Rittigkeitsproblemen (Probleme beim Aufhalftern, Stellungs-&Biegungsprobleme, Anlehnungsfehler, etc…) äußern können.
Wusstest du, dass ein Zahnarztbesuch so viel durcheinander bringen kann?
Habt ihr Erfahrungen mit Rittigkeitsproblemen oder veränderten Fressverhalten nach dem Zahnarztbesuch?
Wie handhabt ihr diese Situation mit euren Pferden?